Das ICWRGC hat sich mit Small Earth Nepal, der WMO, dem UNESCO-IHP, der „Friends of Volunteers Initiative Nepal“ (VIN) und dem Ministerium für Hydrologie und Meteorologie der nepalesischen Regierung zusammengeschlossen, um das „HiM-DATA-Projekt“ (High-altitude Monasteries for Data Acquisition, Tracking & Awareness) im Himalaya ins Leben zu rufen. Das übergeordnete Ziel des HiM-DATA-Projekts ist der Aufbau eines nachhaltigen Klimabeobachtungsnetzwerks in Höhenlagen (über 3000 Meter) unter Nutzung von Wetterstationen in Klöstern zur Unterstützung von Klimawissenschaft, Katastrophenvorsorge und Widerstandsfähigkeit der Gemeinden.

Die Himalaya-Region, die oft als „Dritter Pol“ bezeichnet wird, erwärmt sich fast doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Dieser rasante Wandel hat erhebliche Auswirkungen auf die Wasserressourcen, Ökosysteme und Lebensgrundlagen und führt zu einer zunehmenden Häufigkeit von Extremereignissen wie Überschwemmungen und Dürren. Trotz ihrer Bedeutung findet in hochgelegenen Regionen aufgrund des unwegsamen Geländes, logistischer Herausforderungen und begrenzter Wartungskapazitäten nach wie vor viel zu wenig Monitoring statt.

Klöster in Höhenlagen bieten eine einzigartige Lösung. Diese Zentren der Lehrer-Schüler-Tradition liegen in abgelegenen, hochgelegenen Regionen und stellen sichere, gut gepflegte Standorte dar, die sich für die Installation automatischer Wetterstationen (AWS) eignen. Indem Mönche, Nonnen und Lamas für den Betrieb dieser Stationen geschult werden, schließt die Initiative entscheidende Datenlücken und hilft den lokalen Gemeinschaften, sich an den Klimawandel anzupassen – und verbindet so das Klimabewusstsein mit der klösterlichen Tradition des Wissensaustauschs.

Projektziele sind:

  • Einrichtung langfristiger meteorologischer Beobachtungen in Höhenlagen über 3000 Metern
  • Unterstützung von Frühwarnsystemen und Strategien zur Klimaanpassung
  • Stärkung nationaler hydrologischer und meteorologischer Netzwerke
  • Förderung des Klimabewusstseins bei Mönchen, Nonnen und lokalen Gemeinschaften
  • Verbessertes Verständnis von Schnee, Niederschlag und Extremereignissen
  • Beitrag zur regionalen und globalen Klimaforschung
  • Einsatz kostengünstiger Überwachungsinstrumente wie Messstäbe und Kameras fördern
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