Vom 03. bis 08. Mai trafen sich Geowissenschaftler aus aller Welt einmal mehr in Wien zur Generalversammlung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union (EGU). Dieses Jahr markierte das 20-jährige Jubiläum der Konferenz an ihrem festen Standort in Wien, davor war die Konferenz an wechselnden Standorten veranstaltet worden. Dies nahm die EGU und die Stadt Wien zum Anlass, während der Konferenz an einem Haus im Stadtteil Kagran ein befristetes Wandbild anfertigen zu lassen.
Der feste Standort war durch die wachsende Anzahl an Teilnehmern nötig geworden, welche viele Standorte nicht länger verkraften konnten. 2026 hatte die EGU fast 22,500 Teilnehmer, über 20,000 davon vor Ort, und es wurden etwa 20,200 Präsentationen in verschiedenen Formaten gehalten.
Fünf Mitarbeiter und eine Doktorandin des ICWRGC machten sich dieses Jahr auf den Weg nach Wien, um Themensessions und Splinter-Meetings (Diskussionsforen) mitzuorganisieren und ihre Arbeit vorzustellen.
Dr. Matthias Zink und Dr. Wolfgang Korres vertraten das ISMN und co-organisierten eine Session zu In-Situ Bodenfeuchtemessungen, sowie ein Splinter-Meeting für ISMN-Nutzer und -Datenlieferaten. Auch gaben sie zwei Präsentationen zum ISMN.
Dr. Layla Hashweh war an der Leitung von zwei Sessions beteiligt, die sich mit Afrikanisch-Europäischen Gemeinschaftsprojekten, bzw. gerechtem Management von Wasserressourcen unter Klimawandelbedingungen beschäftigten. Beide Sessions waren eng mit den Bildungsprogrammen SASSCAL und WASCAL, sowie dem Co-HYDIM-SA-Projekt verknüpft, zu welchem die ICWRGC Doktorandin Tuuliki Kandjinga ein Poster vorstellte. Dr. Hashweh gab zudem eine Präsentation, in der Sie die hohe Bedeutung der Gastaufenthalte afrikanischer Promotionsstudenten an deutschen Gastuniversitäten im Rahmen des SASSCAL-Projektes herausstellte.
ICWRGC Direktor Dr. Stephan Dietrich und Dr. Moritz Heinle stellten die UNESCO-IHP International Initiative on Water Quality (IIWQ) mit einem Poster vor und organisierten ein Splinter-Meeting dazu. Zur EGU 2027 plant die IIWQ ein größeres Union Symposium zum Einsatz von Satelliten-Fernerkundung im operationellen Wasserqualitäsmonitoring, die Vorbereitungen dafür wurden mit dem Splinter-Meeting und weiteren Gesprächen mit den EGU-Untergruppen ESSI (Informatik in Erd- und Weltraumwissenschaften) und HS (Hydrologische Wissenschaften) begonnen.
Des Weiteren gab Dr. Dietrich eine Präsentation zu Kooperationsmöglichkeiten zwischen der ESSI-Untergruppe mit WMO und UNESCO, und organisierte mit Partnern ein Splinter-Meeting der UNESCO-IHP flagship initiative FRIEND-Water.
Daneben gab es noch eine Vielzahl weiterer Diskussionen mit alten und neuen Partnern, so dass die EGU Generalversammlung auch 2027 einen festen Platz im ICWRGC-Kalender haben wird.



