Masterarbeit über die Abfluss-Simulation des Kunene in das Calueque Reservoir am ICWRGC erstellt

Veronica Köss hat während ihres Aufenthalts als Praktikantin bei ICWRGC vom 01.09.25 bis 31.02.26 Ihre Masterarbeit, die sie am am 04.05. eingereicht hat, mit dem Titel „Simulating discharge into the Calueque reservoir, Angola: A SWAT-based analysis of the Cunene basin“ verfasst. Veronica hat Geographie an der Universität Bonn mit dem Schwerpunkt „Wasser im Globalen Wandel“ studiert.

Ihre Masterarbeit wurde durch Dr. Luna Bharati vom ICWRGC betreut. Die Arbeit umfasste die Entwicklung eines SWAT+ Modells zur Simulation des Abflusses des Kunene in das Calueque Reservoir in Angola. Das Modell simuliert tägliche Abflussdynamiken. Die Arbeit zeigt außerdem die räumlich und zeitlich verteilte Wasserbilanz und analysiert die wichtigsten Einflussfaktoren des hydrologischen Systems. Die größten Herausforderungen bestanden dabei in der begrenzten Verfügbarkeit von In-situ-Daten sowie im starken Einfluss der Abflussregulierung durch Staudämme.

Der entwickelte Ansatz kann als Grundlage für langfristige Vorhersagen der Wasserverfügbarkeit und Variabilität in der Region dienen. Zum einen kann das Modell als Input für Wasserallokationsmodelle im nördlichen Namibia genutzt werden, zum anderen verbessert es das Verständnis hydrologischer Charakteristika im Kunene Einzugsgebiet in Angola und kann dadurch Management und Entscheidungsprozesse unterstützen. Dies setzt jedoch eine weitere Optimierung des Modells sowie eine verbesserte Datenverfügbarkeit voraus.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit verbrachte Veronica mehrere Wochen in Namibia und nahm unter anderem am Co-HYDIM-SA Annual Meeting und dem CUVEWIS Workshop in Oshakati teil, bei dem Vertreter verschiedener Institutionen und regionaler Stakeholder zusammenkamen. Darüber hinaus konnte sie Einblicke in die Arbeit von CUVECOM gewinnen, einer regionalen Wasserversorgungsorganisation und Projektpartner im Co-HYDIM-SA Projekt. Durch die enge Zusammenarbeit vor Ort erhielt Veronica Zugang zu wichtigen Daten und fachlichem Austausch, die unmittelbar in ihre Masterarbeit einflossen.

Während ihrer Zeit beim ICWRGC erhielt Veronica außerdem interessante Einblicke in dessen Arbeit und wurde unter anderem in Meetings sowie in die Evaluation als UNESCO Category 2 Centre eingebunden. Dies bot ihr über ihre eigene Forschungsarbeit hinaus die Möglichkeit, internationale Forschung zu wasserbezogenen Themen kennenzulernen.

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